Hobbiton bei strahlendem Sonnenschein – der Kontrast zur gestrigen Regenschlacht.

Hobbiton Movie Set
Eine Tour mit Lunch, die jeden Herr-der-Ringe-Fan glücklich machte. Nach der nassen Fahrt auf dem Forgotten World Highway war das Wetter an diesem Tag ein Geschenk: blauer Himmel, und die Fahrt nach Matamata führte durch sanfte, saftig grüne Hügel voller Schafe.

Startklar im Garten

Im Besucherzentrum holte ich mein Ticket für die 11:10-Uhr-Tour inklusive Lunch ab. Die Übersichtskarte des Sets verriet schon vorab, wie detailverliebt das gesamte Areal gestaltet ist.

Der Rundweg begann mit Handwerkständen, an denen Elixiere, Kräuter und frischer Honig auslagen, als ob die Hobbits gerade erst ihre Stände verlassen hätten. Ein paar Schritte weiter hing Wäsche auf der Leine, und in den Briefkästen steckte die Lokalzeitung. Jedes Detail saß.

Frisches Brot vom lokalen Auenland-Bäcker

Dann die berühmten Hobbithöhlen mit ihren bunten Rundtüren, eingebettet in die Hügel. Wegweiser zeigten ins Westviertel und ins Ostviertel, und vor den Höhlen standen winzige Gartenmöbel, als würde gleich jemand zum zweiten Frühstück erscheinen.

Der Höhepunkt der Tour war Beutelsend. Bilbos Pfeife und Buch lagen auf der Gartenbank, das grüne Tor mit dem Schild „No admittance except on party business" war das meistfotografierte Motiv des ganzen Sets – und das völlig zurecht.

Auf der Bagshot Row durfte man dann sogar in die Höhlen hinein: ein gemütlicher Kamin, eine kleine Schreibstube, und natürlich die prall gefüllte Vorratskammer mit Pies, Käse und Eingemachtem. Die Hobbits verstanden was von Gastlichkeit.

Stilecht wichtige Notizen verfassen am Hobbit-Schreibtisch

Der Weg führte weiter zum Grünen Drachen, vorbei an der Wassermühle, einem alten Bierwagen und einer steinernen Bogenbrücke über den See. Im Gastraum dann der verdiente Abschluss: ein kühles Southfarthing Ale aus dem Holzfass.

Prost! Das original Holzfass im Grünen Drachen