Der Forgotten World Highway war schon lange auf meiner Liste, und er hat seinen Namen verdient.

Forgotten World Highway
Einsame Hügel, keine Tankstellen, und dann der Regen, der pünktlich zum Nachmittag einsetzte. Der Start in Ngaere war noch trocken, und die Straße schlängelte sich durch ein grünes, fast menschenleeres Hinterland. Schafe auf den Weiden, Regenwolken am Horizont, und hin und wieder ein Straßenschild, das offensichtlich Zielübungen mit der Schrotflinte überlebt hatte.

Am Whangamomona Saddle zeigte das Navi Kurven ohne Ende – eine Aneinanderreihung von engen Kehren, die sich den Berg hinauf und wieder hinunter winden. Und mittendrin die selbsternannte Republik Whangamomona, ein Dorf mit eigenem Stempel, den man sich im örtlichen Hotel abholen kann. Pflichtprogramm.

Dann setzte der Regen ein, erst zaghaft, dann immer heftiger. Der Moki Tunnel, der sich selbst als „Hobbit’s Hole" vermarktet, kam gerade recht für eine kurze Verschnaufpause – ein einspuriger, aus dem Fels gehauener Tunnel, in dem es angenehm trocken war. Danach nur noch Regen, Kilometer um Kilometer, bis zum Ende des Highways.

In Cambridge angekommen, war ich komplett durchnässt. Die Freude über das trockene Hotelzimmer war entsprechend groß.

Geschafft und im Trockenen in Cambridge