Abschied von Wellington: Ein Ritt rund um den Vulkan nach Ngaere.

Wellington nach Ngaere

Es war Zeit, die “Windy City” Wellington und meine Airstream-Unterkunft hinter mir zu lassen. Die Route führte mich heute Richtung Norden, immer entlang der unruhigen, rauen Küste, wo die salzige Meeresluft ordentlich um den Helm pfiff.

Ein Hauch von Holland in Neuseeland

Der erste markante Zwischenstopp war eine echte Überraschung im neuseeländischen Nirgendwo: In Foxton steht doch tatsächlich eine originalgetreue, riesige niederländische Windmühle namens De Molen. Nach den ersten Stunden im Sattel kam das dazugehörige Café genau richtig für eine kurze Pause.

Durch die “Brot-Hauptstadt” zur Abkühlung

Weiter ging es die Westküste hinauf. Vorbei am skurrilen Begrüßungsschild von Manaia, das sich stolz als die “Hauptstadt des Brotes” feiert. Bei den sommerlichen Temperaturen half gegen den Durst aber vor allem ein eiskaltes Bundaberg Lemon, Lime & Bitters.

Cape Egmont und die Spuren der Kiwis

Der westlichste Punkt des heutigen Tages war das geschichtsträchtige Cape Egmont Lighthouse. Der weiße Leuchtturm thront einsam auf einem kleinen Hügel vor einer Kulisse aus wildem Grasland und der peitschenden See.

Kurz nach dem Kap bog ich auf die Straßen ab, die den Fuß des gewaltigen Mount Taranaki (Mount Egmont) umrunden. Hier fährt man mitten durch dichtes Buschland, in dem laut den markanten orangefarbenen Schildern noch echte, wilde Kiwis zu Hause sind. Ich habe aber keinen der nachtaktiven Vögel gesehen.

Im Schatten des Vulkans

Zum Nachmittag hin änderte sich das Wetter dramatisch. Der Vulkan hüllte sich komplett in dichte Nebel- und Wolkenwände. Auf den letzten Kilometern hinauf Richtung Bergplateau gab es sogar die angekündigten Regentropfen.

Ein feuriger Abschluss

Nach dem nassen Endspurt erreichte ich schließlich mein Tagesziel in Ngaere. Und als hätte sich der Himmel für den kurzen Schauer entschuldigen wollen, riss die Wolkendecke pünktlich zum Abend noch einmal auf und bescherte mir einen glutroten Sonnenuntergang über den Feldern.