Von Gisborne nach Napier, eine lange Etappe mit 324 Kilometern und fast sieben Stunden Fahrzeit.

Eine Brücke in Waka-Form spannt sich über den Fluss, daneben Skulpturen aus Cortenstahl mit Māori-Mustern. Von hier aus geht der Blick weit hinaus aufs Meer, auf eine vorgelagerte Insel.
Die Route führte weiter auf die Mahia-Halbinsel. Ich wollte zum Raketenstartplatz von Rocket Lab hochfahren, aber eine Herde Schafe blockierte die Straße – und zwar so gründlich, dass an ein Weiterkommen nicht zu denken war. Statt Raketen also eine Pause an der Küste: Burrito auf einer Wiese direkt über der Brandung, neben einem alten Schiffsanker, der hier als Denkmal steht. Besser als jede Rakete.

Zurück auf dem Highway 2, mit einem Stopp an einem schwarzen Sandstrand – Treibholz, weiße Muscheln auf dem dunklen Vulkansand, ein kurzer Halt in Wairoa mit seinem historischen Leuchtturm.


Kurz vor Napier dann noch das Mohaka Viaduct: 95 Meter hoch und das höchste Eisenbahnviadukt Australasiens. Den Maßstab erfasst man erst, wenn man direkt davorsteht.
Letzter Zwischenstopp am Lake Tutira, einem See, der vor über 7.000 Jahren durch einen Erdrutsch entstanden ist. Auf dem Wasser treiben Trauerschwäne mit ihren leuchtend roten Schnäbeln – ein ruhiger Abschluss vor der Stadt.


Am Nachmittag kam ich in Napier an. Die Stadt wurde 1931 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört und danach im Art-Déco-Stil wieder aufgebaut – das Ergebnis ist ein einzigartiges architektonisches Ensemble. Ein Spaziergang durch die Straßen am frühen Abend, vorbei an pastellfarbenen Fassaden mit geometrischen Mustern und dem markanten Masonic Hotel.


Das Motel lag direkt am Strand, mit Whirlpool auf dem Zimmer. Zum Abendessen gab es Indisch im Ort, und nach fast sieben Stunden im Sattel war das genau das richtige Programm.






















