Von Katikati nach Gisborne, mit einem längeren Stopp im Thermalgebiet Te Puia in Rotorua.

Von Katikati nach Gisborne
Die Küstenstraße am Nachmittag brachte dann noch einen unerwarteten Fahrbahngegner: geschmolzenes Bitumen. Morgens in Katikati gestartet, Ziel Gisborne im Osten. Auf halber Strecke machte ich einen ausgiebigen Stopp im Thermalgebiet Te Puia in Rotorua, das sich für die Māori-Kultur und die Geothermie gleichermaßen lohnt.

Startklar auf dem Parkplatz in Katikati

Das Gelände ist eine Mischung aus Kunsthandwerk und Naturgewalt: fein gearbeitete Holzschnitzereien, dann plötzlich die Dampfwolken des Pohutu-Geysirs, der in unregelmäßigen Abständen ausbricht. Gleich daneben die heißen Schlammtöpfe – blubbernde, graue Masse, die den Geruch von Schwefel in der Luft hält.

Nach einem obligatorischen Selfie vor den Dampfschloten ging es ins angeschlossene Kunstinstitut. Holzschnitzer arbeiten dort mit traditionellen Beiteln an großen Wandpaneelen, und in einer Ecke steht eine beeindruckende Kopfskulptur mit Paua-Augen. Ein geflochtener Vogel hängt von der Decke, daneben ein Kiwi mit Ei – typisch neuseeländische Motive, in Holz verewigt.

Der Weg zum Kunstinstitut

Weiter Richtung Küste, mit Stopp an einem leeren Sandstrand voller Treibholz. Später am Straßenrand noch eine merkwürdige Metallskulptur mitten im Flachs – Neuseeland hat offenbar eine Schwäche für Kunst am Wegesrand.

Auf den letzten Kilometern wurde es dann richtig heiß, und der Asphalt entwickelte eine unangenehme Eigenschaft: Tar Bleeding. Geschmolzenes Bitumen tritt aus der Fahrbahn aus und macht den Belag spiegelglatt, vor allem in den Kurven – nicht gerade das, was man auf einem Motorrad sehen will.

Am Nachmittag war ich in Gisborne, erschöpft und verschwitzt. Abendessen gab es direkt neben dem Motel, mehr war an diesem Tag nicht mehr drin.