Nach einer langen Busetappe aus den kühlen Bergen hinab in die historische Küstenstadt bin ich im tropischen Melaka angekommen.

Die Hitze drückt ordentlich, aber die Kulisse entschädigt auf den ersten Blick.

Etappe nach Melaka

Die Anreise gestern zog sich: erst die vielen Kurven aus den Highlands hinunter, dann das Umsteigen in Kuala Lumpur, aber es lief alles glatt. Beim Verlassen der klimatisierten Unterkunft heute spürt man sofort, was tropische Hitze und Luftfeuchtigkeit bedeuten – ein Schlag ins Gesicht, kaum dass die Tür aufgeht.

Im historischen Zentrum dominieren die knallroten Kolonialbauten: das Stadthuys und die Christ Church von 1753, davor Dutzende von quietschbunten, mit Hello Kitty und anderem Kitsch dekorierten Rikschas. Ein Kontrast, wie er nur in Malaysia funktioniert.

Der Melaka River schlängelt sich mitten durch die Altstadt, mit einem schattigen Uferweg und bunten Häuserfronten, die sich im Wasser spiegeln. Fußgängerbrücken überspannen den Fluss, und ein großes „Visit Melaka 2025"-Schild zeigt, dass die Stadt sich auf internationale Gäste einstellt.

Am Abend zeigt sich Melaka von einer ganz anderen Seite: Sobald die Sonne untergegangen ist, verwandelt sich der Flusslauf in ein Lichtermeer aus bunten LEDs, die sich im dunklen Wasser spiegeln. Ein fast surrealer Kontrast zur historischen Kulisse.

Bunt erleuchteter Flusslauf bei Nacht