Flug von Chengdu nach Lijiang.

Dass die Stadt auf fast 2.500 Metern liegt, habe ich bei der Planung komplett übersehen, und beim Verlassen der Maschine bleibt mir erst einmal die Luft weg – im wörtlichen Sinn.

Lijiang

Die Altstadt von Lijiang ist, wie man sie sich vorstellt: Kopfsteinpflaster, verwinkelte Gassen, Holzhäuser mit geschwungenen Dächern und kleine Kanäle mit klarem Wasser. Genau so stellt man sich das alte China vor. Die Ernüchterung kommt allerdings schnell, denn die Altstadt besteht heute vor allem aus Souvenirshops, Teehäusern und Foto-Spots für chinesische Touristengruppen. Chinesen reisen nie allein, und hier fällt das besonders auf – Gruppen von zwanzig, dreißig Leuten mit identischen Baseballcaps schieben sich durch die Gassen.

Ein Aufstieg zur Pagode oben am Berg lohnt sich trotzdem. Das Schnaufen wird mit einem weiten Blick über die Dächer der Altstadt und die Berge dahinter belohnt.

Die Kommunikation mit den Einheimischen läuft meistens über Übersetzungs-Apps und Gesten, und irgendwie klappt es dann doch fast immer. Man bekäme nur sehr viel mehr von diesem Land mit, wenn man die Sprache spräche. Dieses Gefühl, außen vor zu bleiben, zieht sich durch die ganze Reise.