Einreise in China. Fingerabdrücke am Automaten, detaillierte Einreisekarte ausfüllen.

Spannend vor allem, weil ich heuer schon in Taiwan war – muss man auf dem Formular angeben. Klappt trotzdem problemlos.

Vom Flughafen in die Stadt nehme ich den Maglev. Das Ticket am Automaten zu kaufen ist die erste Herausforderung des Tages. Dank Alipay und Vorbereitung klappt es, andere Touristen scheitern hier schon an den chinesischen Bezahl-Apps. Die Fahrt selbst: über 300 km/h auf der schnurgeraden Strecke, beeindruckend das Teil. Schade, dass der Transrapid es in Europa nie zur Serienreife geschafft hat. Leider fährt er nicht ganz bis zum Hotel, aber nah genug.

Mit Amap finde ich die Unterkunft, denn Google Maps funktioniert in China nicht. Amap ist brauchbar, aber schwer zu bedienen, wenn man die chinesischen Symbole nicht lesen kann. Überhaupt haben sie hier ein sehr eigenes Software-Ökosystem. Immerhin: Meine eSIM aus Hongkong hat Google grundsätzlich freigeschaltet – solange ich nicht im Hotel-WLAN hing, denn da ging dann gar nichts mehr. Und selbst wenn Google Maps läuft, ist die GPS-Position konsequent ein paar hundert Meter daneben. Auch ärgerlich. Check-in und Bezahlung funktionieren irgendwann. Willkommen in China.

Alipay und WeChat sind hier alles. Bargeld habe ich praktisch keines gebraucht, immer nur den QR-Code gescannt und damit bezahlt. Dauert bei mir jedes Mal länger als bei den Einheimischen – liegt wohl an der Kreditkarte, die im Hintergrund erst umrechnen muss.

Shanghai

Abends eine Streetfood-Tour durch die Gassen. Am nächsten Tag fahre ich nach Zhujiajiao, die alte Wasserstadt am Stadtrand, selbst organisiert. Eine Free Walking Tour durchs Zentrum, abends die Skyline vom Bund aus. Alles beeindruckend und völlig fremd, aber auf eine faszinierende Art. So viele E-Autos auf den Straßen, die Stadt ist angenehm leise – kein Mopedlärm, keine knatternden Motoren. Alles wirkt sauber und auf eine schwer greifbare Weise sicher. Eine Beobachtung, die sich durch die ganze Reise zieht: Je kleiner die Stadt, desto weniger E-Autos und desto lauter wird es.